20 Arten wie du Adobe Illustrator als Kreative nutzen kannst

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So viele Möglichkeiten-ein einziges Grafikprogramm

Wie sieht's bei dir aus? Bist du begeistert oder genervt von Adobe Illustrator? Ich habe schon öfter von einigen meiner kreativen Kolleginnen gehört, daß sie das Programm zu schwierig, zu komplex, vor allem aber zu einseitig finden, in dem was es kann.

Klar ist es notwendig, um ein Logo in Vektoren anzulegen oder auch mal etwas nachzuzeichnen. Illustrator ist aber enorm vielseitig und kann fast alle grafischen und viele illustrative Arbeiten abdecken.

Wie der Name schon sagt, ist das Programm vor allem zum Illustrieren geeignet. Das ist aber nur die halbe Wahrheit oder die viertel. Du kannst mit dem Programm neben dem freien Illustrieren unendlich viele Möglichkeiten finden, um kreative Kundenprojekte zu bearbeiten. Vor allem kannst du auch für das Aussehen und Brandings deines eigenen Businesses arbeiten. Ich will dir in diesem Artikel zeigen welche Möglichkeiten du hast. Laß mich dir zeigen was dieses coole Programm kann und wofür ich es täglich nutze.

 

Warum ich Illustrator so gern benutze

Bildschirmfoto 2014-08-04 um 11.29.18Für mich ist immer wichtig, schnell tolle Ergebnisse zu bekommen. Ich bin kein Geduldsmensch. Ich brauche schnelle und gleichzeitig super Ergebnisse. Genau hier greift Illustrator wunderbar!

Um beispielsweise eine kleine Illustration zu erstellen, scanne ich meine Linienzeichnung, öffne sie in Illustrator, lasse sie vom Programm automatisch nachzeichnen und färbe sie in kürzester Kürze. Natürlich verliere auch ich mich gelegentlich in diesem schnellen Prozeß in den Möglichkeiten, die Illustrator mir bietet. Grundsätzlich brauchst du sehr wenig Zeit, um eine tolle Illu zu bekommen, die handgezeichnet aussieht und gleichzeitig aus Vektoren besteht. Als Kreative ist dir schnell klar, daß je mehr Zeit du brauchst, umso stärker dein Stundenlohn sinkt. Vor allem wenn du einen Pauschalhonorar vereinbart hast.

Illustrator ist in erster Linie eine Vektorenprogramm. Alles was du damit erstellst, sind Formen und Linien. Im Photoshop, dem nicht wegzudenkenden Ying zum Yang, sind es Pixel.

Da deine Illu nur aus farbigen Flächen besteht, die du unendlich vergrößern kannst, hast du den Riesenvorteil, daß sie nie an Qualität verliert. Sie kann niemals pixelig aussehen, da sie ein Vektor ist und immer mathematisch berechnet wird. Die Filegröße wird immer sehr klein bleiben. Du kannst sie mal eben per Mail zu deinem Kunden schicken und sie schont deine Festplatte.

Dein Lieblingskunde möchte nun ein paar Farben geändert haben? Das ist im Photoshop schon mittelschwierig. In Illustrator sind es nur ein paar Klicks, ich liebe das ganz besonders.

Illus kannst du nicht nur über den Weg des Linien vektorierisierens erstellen. Nein, es gibt noch so tolle andere Möglichkeiten, die ich auch benutze. Es kommt immer darauf an, welchen Look du erzielen möchtest. Zeichne beispielsweise mit dem Feder- oder Filzstifttool direkt im Programm  und deine Illu oder Grafik wird super präzise.


Wofür ich Illustrator benutze

Ich bin ein Fan des Flat-Designs, des 2D -Looks. Der hat immer so einen leichten 50er/60er Jahre-Touch. Zwangsläufig ergibt sich dieser Look aus der Natur des Programms. Du erstellt Zeichnungen und Designs aus farbigen Formen und Flächen. Illustrator ist sehr leistungsstark und umfangreich. Es ist soweit entwickelt, daß du eine Menge von Filtern, Pinseln oder Effekten anwenden kannst. Ich rate dir, diese nur sparsam einzusetzen, da sie das Programm verlangsamen und die Datei stark vergrößern. Der eine oder andere Wasserfarbenklecks oder eine schöne Pinselspitze sind aber doch sehr schön. Schau mal, wofür ich das Programm am liebsten einsetze.

 1. Illustrationen und Grafiken

Klar, ich bin Illustratorin. Natürlich erstelle ich mit Illustrator Illustrationen. Aber halt! Lange Zeit habe ich ausschliesslich in Photoshop gezeichnet, denn Illustrator war mir zu glatt, zu eckig, sah zu sehr nach Vektorzeichnung aus. Dabei gibt es tolle Wege, eine wunderschön handgezeichnetes Aussehen hinzubekommen. Meine Handzeichnung ist die Vorlage und verändert sich auch kaum. Durch zarte Texturen, die über die Illustration gelegt werden, bekommt sie unglatteres Aussehen.

 

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2. Grafiken

Illustrator ist selbstverständlich ein Mega-Schriftprogramm. Super einfach und sehr frei kannst du die schönsten Schriften kombinieren und sie gleich mit deinen Handzeichnungen verzieren. So hast du eine persönliche Note.

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3. Logos

Für Logos sollte Illustrator sowieso das Programm Nr. 1 sein, denn gerade hier ist es immens wichtig, daß es eine gewisse Vereinfachung bekommt, um überall sauber abgedrckt werden zu können. Ausserdem erhöhst du so den Wiedererkennungswert und das ist die wichtigste Eigenschaft für ein Logo.

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Quelle: My Cooking Love Affair

 

4.Banner/Header

Superwichtig für jeden der Facebook, Twitter und Co bedient oder einen Onlineshop betreibt. Was gibt es doch manchmal für traurige Banner, die das tolle Produkt eher runterziehen. Mit Illustrator kannst du dir schnell ein schönes Banner erstellen. Vor allem find ich toll, daß du mit einem Klick die Farbe ändern kannst. Großer Pluspunkt ausserdem: Das Mustertool!

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Quelle: Sugarmintgraphics

5. Portfolioseiten

Ich bin ja eher der "Illustriertyp", das heisst, ich mag es frei und einfach zu arbeiten ohne mir wahnsinnig viel Wissen aneignen zu müssen. Mit Illustrator kannst du sehr schnell Farbflächen und Text anlegen sowie ein Foto oder eine Illustration reinziehen und mit 2 Klicks beschneiden. Als PDF abspeichern und voila!

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 6. Social Media Buttons

Mit hoher Wahrscheinlichkeit hast du eine Internetseite für dein Business. Wäre es nicht schön ganz eigene Social Media Icons zu haben, in genau deinem Pink oder Türkis? Es gibt auch viele schon fertige Sets zu kaufen, die du leicht umfärben kannst.

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7. Favicon

Dieses minikleine Icon ganz links in der Browserleiste, das ist das Favicon. Das rundet dein visuelles Gesamtpaket ab, ein Must. Mach es ganz stark vereinfacht, so daß man es auch in dieser winzigen Größe erkennt.

8. Facebookpost-Bilder

Wusstest du, daß auf ein Bild bei Facebook viel öfter geklickt wird als auf reinen Text? Ist ja logisch, denn bei der Flut an Infos, kann sich das Gehirn noch am besten auf schnell zu konsumierende Bilder konzentrieren. Warum dann nicht einfach den Text in ein Bild verpacken?

 9. Blogpost Visuals

Das gleiche hier. Ich persönlich stehe auf Inhalt. Bei einem Blogpost möchte ich etwas lernen oder er soll mich unterhalten. Locker deine Posts mit Fotos (auch die sind prima in Illustrator verwendbar) oder einer Grafik  mit Schrift auf.

10. Profilbild

portrait_grudrun_wegener_facebookIch finde immer schön, wenn das Profilbild zum Header passt. Entweder ist es dein Logo, oder ein Foto von dir, das du mit Illustrator mit Elementen aus deinem Branding schmücken kannst.

Dieses Profilbild habe ich für Gudrun Wegner illustriert, die den tollen Blog "Achtung Designer!" betreibt.


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11. Muster/Stoffdesign

Eine absolute Stärke von Illustrator ist das Muster erstellen. Du kannst es entweder mit dem Mustertool (ab Version CC) oder eben ohne machen. Muster eignen sich wiederum auch prima als Banner oder Header. Schon mal ans Stoff-oder Tapetendesignen gedacht?

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12. Plotterdateien

Plotterdateien sind ideal um T-Shirts oder Stoffe damit zu bedrucken. Vektoren, wie du sie in Illustrator findest, sind gut geeignet für grafische Motive. Du kannst deine Illustratordatei entweder selbst plottern, mit einem Hausgerät wie diesem. Oder du gibst die Datei in einen Copyshop. Aufbügeln kannst du selbst.

13. Divider

Dividier sind Trennstriche. Du brauchst sie, um Text optisch abzuteilen. Wenn du Bloggerin oder Grafikerin bist, wirst du sie öfter brauchen. Statt einer einfachen Linie, wie wär's mit einer handgezeichneten Punktelinie oder diesem Herzpfeil ?

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14. Brushes

Brushes sind Pinsel, oder Pinselspitzen. Ich schätze sie sehr, denn sie geben den eigentlich so glatten Vektoren einen tollen selbstgezeichneten Look. Du findest sehr viele schon vorgefertigt. Es ist aber auch nicht schwer, eigene zu kreieren.

15. Label

knitting pieces-10Stellst du eigene designte Produkte her? Wenn du beispielsweise tolle Kindermode nähst, so kannst du dir solch ein "Made by" Label zeichnen und dann auf kleine Papieranhänger drucken, die du dann an deine Kleidungsstücke hängst. Solche Personlisierungen gehen bei mir als Kundin immer direkt ins Herz.

 

16. Handschrift digitalisieren

Schriften sind ein Thema für sich. Es gibt viele kostenlose im Internet. Jedoch geniesse diese immer mit Vorsicht. Du musst sehr genau prüfen, ob du eine Schrift einfach so verwenden darfst. Gerade wenn es um ein Projekt geht, mit dem du wiederum Geld verdienst. Sei doch auf der sicheren Seite und digitalisiere deine eigene Handschrift. 100% du.

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17. Branding/Styleguide

Wenn du ein kleines kreatives Business hast, lege ich dir dringend einen Styleguide ans Herz. Ich habe die Erfahrung leider machen müssen, wie schlecht mein Label ohne einheitliches Branding lief. Ist doch auch logisch. Deine Kunden wissen gar nicht exakt wie du tickst und wofür du stehst. Und vor allem müssen sie dich, in allem was du tust, in der Masse visuell wiedererkennen!

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18. Blogbuttons

Ich finde, ein Blogdesign muss schlicht sein. Schlicht aber schön. Statt die Navigation als Text zu haben, wie wäre es dafür solche grafischen Buttons zu benutzen? So steigerst du den Wiedererkennungswort deines Blogs ganz schnell. Übrigens dauert es nicht mal eine Minute solch ein Element in Illustrator zu zeichnen.

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19. Emailsignatur

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Hast du eigentlich eine Emailsignatur? Ich hatte lange gar keine. Bis mir aufgegangen ist, daß dieser Platz unter der Email verschwendet wäre, wenn ich ihn nicht nutze. Wieviele Email schreibst du? Es könnte sich lohnen, so eine grafische Minivisitenkarte einzubauen. Der Absender freut sich und behält dich ein winzigkleines bisschen besser im Kopf. Als die mit der tollen Emailsignatur!

20. Spruchposter

Sprüche-und Zitatposter findet man im Moment überall. Ich mag sie nicht nur wegen der oft helfenden oder lustigen Aussagen, sondern auch wegen der tollen Gestaltung. Und weisst du was? Ein Spruchposter zu erstellen ist supereinfach in Illustrator. Nur ein schönes Zitat muss her.

Ganz am Schluß dieses Posts möchte ich mich selbst zitieren. Denn ich will dir das mitgeben, was mich selbst oft hindert und ich ständig überwinden muss, um erfolgreich sein.

 

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Was nicht in Illustrator geht

Mit Illustrator wirst du unheimlich viel Freude haben. Es ist ein mächtiges Werkzeug für viele Gelegenheiten. Dennoch hat es auch Grenzen, gerade was das Illustrative angeht. Was du eher nicht mit Illustrator tun solltest, obwohl Illustrator mittlerweile auch dafür Wege findet, liste ich dir im folgenden auf.

  • malerische Illustrationen
  • umfangreiche Fotobearbeitung
  • bleistifartige Skizzen
  • 3D-Design mit Licht und Schatten

Du siehst, Illustrator bietet dir eine Reihe an Möglichkeiten. Welche sind dabei, an die du noch nicht gedacht hast? Wie nutzt du Illustrator und welche Probleme bereitet es dir?


 

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