Motivation finden, wenn gar nichts mehr geht

In meiner Facebookgruppe “Dein Lieblingsbusiness mit Astrid Rabus” fragte mich eine liebe Person (huhu Evi!) dieses hier:

“Astrid,wie motivierst Du Dich, wenn Du mal so gar keine Lust hast auf Business?”

Puh, eine gute Frage! Denn obwohl ich echt gern arbeite, habe ich dunkle Phasen in denen gar nichts geht, in denen ich schwer Motivation finden kann. Ich prokrastiniere, surfe auf Pinterest, lese Blogartikel, mache Online Banking. Sogar den Haushalt mache ich, um mich nicht meinem Business widmen zu müssen.

Das ist normal!

Ich bin sanft mit mir. Ich kenn mich mit 40 plus mittlerweile sehr gut, um schnell aus solchen Strecken wieder herauszukommen.

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Schon länger habe ich mich aus den Zwängen der Festanstellung befreit und befinde mich auf dem Terrain meines Traumlebens. Das klingt sehr traumhaft, ist es aber nicht.

Ich habe die Leinen durchgeschnitten und bin nicht etwas im Zuckerwatteland gelandet sondern eher in einem Ödland mit wunderschönen Blümchen hier und da. Aber ich sag dir, hier pfeift ich ein kräftiger Wind. Was mir trotzdem daran gefällt?

Ich bin frei.

Darum habe ich so einige handfeste Gründe, die meine Motivation am Leben halten.

  1. Ich muss. Meine Familie ist Nummer Eins

Müssen tu ich schon mal gar nichts.

Aber ja, ich muss. Ich muss tatsächlich. Das ist meine Motivation. Wenn ich nicht zurück will, dann muss ich. Wenn ich nicht wie damals entscheiden soll ob der Chef oder das Fieberkind wichtiger ist, dann muss ich. Es gibt keinen wirklichen Plan B und mein Business läuft (noch) nicht auf Autopilot. Wird es vielleicht auch nie, wenn ich Menschen 1:1 helfen kann.

Klar geht an manchen Tagen auch nichts. Wenn ich übermüdet bin, wenn ich ideenlos bin. Wenn ich mich zuviel verglichen haben und mir die Kraft habe aussaugen lassen.

Ich tue diesen schönen Wahnsinn für sie. Meine 3 Männer zu Hause. Die Mama und Frau zwar viel arbeiten sehen, die sie aber auch immer haben können, auch mal zwischendrin. Die immer da ist.

Ich möchte meinen Söhnen vorleben, daß diese Art der Arbeit möglich ist. Dass sie nicht einfach ist. Daß sie jedoch Freiheit bedeutet.

2. Ich will meinen Kundinnen echte Hilfe leisten

Dachte ich immer, daß das Passive Einkommen mein Ding ist, so habe ich mich doch etwas in mir getäuscht.

Erst der Kontakt zu Menschen - und das obwohl er mich aufgrund meiner Introvertiertheit echt anstrengt, hat mich aufblühen lassen. Hat mich den tiefen Sinn in meinem Online Business sehen lassen.

Das Herz sind meine Kundinnen. Ihr Feedback, ihre Freude, ihr Schmerz, ihre Verwandlung, ihr Staunen darüber, was sie geschaffen haben. Das macht mich happy, das ist mein Motor, wenn mir Motivation flöten geht. Ich habe es mit echten Menschen zu tun. Das habe ich so gewollt, das habe ich mir ausgesucht.

3. Ich will nicht zurück. Never.

Ich habe nach 10 Jahren einen Traumjob gekündigt. Als Designerin bei Adidas. Für Fussballtrikots. Ja, die die man im Fernsehen sieht. Ein Traumjob, wenn man das Thema liebt. Fußball und ich? Eher nicht.

Es lag aber gar nicht am ledernen Rund oder an den drei berühmten Streifen, sondern an mir. Ich hatte mich verändert, entwickelt. Ich war eine andere Person geworden. Mama. Bäckerin. Bastlerin. Meditationsbetreibende. Träumende. Freiheitssehnsüchtige.

Ich wollte zeichnen, kreativ arbeiten, mich ausprobieren und nach vielen Jahren im Job, den ich einst heiss und innig liebte, einfach auch mal Pause machen. Um mich wieder zu finden.

Ich habe mich aus den Zwängen der Festanstellung befreit. Um nicht müssen zu müssen. Nicht aufstehen, wenn der Wecker klingelt. Sondern gern nach Herzenslust NOCH eher, wenn ich weiß daß ich nirgendwo hin MUSS. Hehe. Nicht arbeiten müssen, wenn die Psyche nicht die beste ist. Es am Vortrag Streit mit Mann oder Söhnen gegeben hat, der erst in Ruhe belegt sein möchte.

4. Ich möchte Vorbild sein.

Das klingt für meine introvertierten Ohren sehr angeberisch. Weil ich es “geschafft” habe. Dieser Fakt, na klar, freut mich und erleichtert mich. Ich sehe sooo viele unzufriedene Frauen da draussen, die akzeptieren, dass alles eben so ist, wie es ist und man froh sein muss, diesen lebenszeitfressenden Job überhaupt zu haben. Ja, dass man dankbar sein muss.

Nope.

Es ist die Pflicht einer jeden Frau, sich um sich selbst zu kümmern. Um stark und fröhlich sein zu können. Um Kreatitivität zu empfinden, die aus einer tiefen frohen Quelle sprudelt.

Ich möchte der lebende Beweis sein, daß es möglich - sowas von möglich - ist, sich selbstständig zu machen. Und gern den klugen Weg eine Online Businesses zu beschreiten, das fast ohne Kapitaleinsatz und sofort für jedermann (jederfrau) zu starten ist.

Dass man keine Wunderfähigkeiten, keine Kontakte, keine Followerschaft braucht, um finanziell erfolgreich zu sein.

Ich möchte genauso immer die Wahrheit hinter dem Online Business vermitteln: Dass es keine Abkürzung gibt, dass es Arbeit ist. Die sich tausendfach auszahlen wird, wenn man für sich einfach mal alle Ausreden beseite lässt.

Und. Einfach. Startet.

WAS TUE ICH NUN GENAU, WENN ICH DIE MOTIVATION SICH GAR NICHT BLICKEN LASSEN WILL?

Ich habe schon lange über mich erfahren, daß NICHTS tun mir besser tut, als Aktionismus.

Klar, an irgendwas zu fummeln treibt mein Business ein paar Millimeter nach vorn. Für mich ist aber nun Zeit runterzufahren. Gar nichts zu tun, auf mich zu vertrauen. Das ist wie mit einem schüchternen Kind. Wenn man es lockt und antreibt wird es nicht kommen. Beschäftigt man sich mit Interessante Dingen, mal dies mal das, kommt es von ganz allein.

Ich verfalle natürlich auch schnell mal ins negative Mich-Motivieren:

Auf Social Media surfen, schauen was die anderen so machen. Das bringt mich in den Strudel aus Gefühlen der Unzulänglichkeit. Dann glaube ich, daß es eh schon alles gibt und das tausendfach besser. Dann fühle ich mich klein, unwichtig und uninteressant. Alt.

Ein gesundes inneres “Stop” bringt mich schnell wieder in die Realität, weil ich weiß, daß das jeder einzelnen da draussen im WWW so geht, selbst den scheinbar schönsten und erfolgreichsten. That’s Social Media. Leider.

Wie ich wieder in den AKTIV Modus komme

Nun gibt es ja doch eine fette Menge täglicher Aufgaben, wie schaffe ich es sie anzugehen?

Gerade fiese Aufgaben fallen mir echt schwer. Rechnungen schreiben. Wie bringe ich mich dazu, zu beginnen?

Mit Baby Schritten. Ich stelle mir die simpelste alles Aufgaben. Zum Beispiel: “Astrid, du wirst ja wohl noch Elopage öffnen können, oder? Nur einloggen. Dann geh einen Kaffe trinken.”

Das zieht immer. Hab ich diesen winzigen Schritt Richtung Aufgabe gemacht, bin ich bereits mittendrin und es fühlt sich lange nicht so schlimm wie noch vor ein paar Minuten an.

Was mir sonst hilft, um neue Motivation zu finden:

  • eine ganz andere Tätigkeit: Backen, Wäsche zusammenlegen

  • rausgehen, die Natur anglotzen

  • sich bei meiner Freundin ausheulen und richtig jammern

  • ganz bewusst nen Netflix Nachmittag einlegen, hallo Baby und Johnny Castle

  • Rechner laut zuklappen und die ganze Online-Leine kappen, mich gut dabei fühlen, die Stille geniessen

  • Lesen (kitschige Bücher, Sachbücher, alles zu mir)

  • Meine Gedanken mit Post Its ordnen, I love it

  • Meine Gedanken in ein leeres Dokument hacken, um den Kopf frei zu kriegen

  • Überlegen: Was ist mein Ziel? Warum mach ich diesen ganzen schönen Scheiss? Und was ist das nächste, was ich tun muss, um dahinzukommen?

Oh und verrate ich dir noch ein Geheimes, ein persönliches:

Trotz meiner Tiefphasen und dunklen Tage habe ich immer Riesenlust auf Business. Denn ich liebe die Freiheit, mir alles allein ausdenken zu dürfen, Designerin meines Lebens zu sein. Niemand sagt mir wann ich wo zu sein habe, mit wem, was ich anziehen darf oder nicht.

Manchmal mache ich ganz bewusst etwas, was andere nicht können. Zum Beispiel 11:00 spazieren gehen. Mich auf den Boden neben meinem Schreibtisch legen. Mir eine Wärmflasche zum Arbeiten machen. Netflix neben dem Arbeiten schauen. Schreckliche Musik hören.

Aus dem Fenster schauen. Einfach so.

Meine Liebe, wie findest du wieder neue Motivation?