Was du bei Urheberrechtsverletzungen auf Etsy tun kannst

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Wenn jemand dein Design falsch nutzt oder klaut*

Wenn du Künstlerin bist, verkaufst du deine Kunst. Entweder an Kunden, die dir einen Auftrag erteilt haben oder als fertiges Produkt, für das du Käufer hast.

Als "Digital Designer" gibt es die beiden Möglichkeiten, daß jemand dein Design kauft und es nicht entsprechend deinen Nutzungsbedingungen nutzt oder daß er es schlichtweg stiehlt.

Was immer du auch anfertigst, du besitzt das Urheberrecht an deiner Arbeit. Damit deine Kunden oder Käufer deine Kunst legal benutzen können, müssen sie Nutzungsrechte erwerben. Bei regulären Aufträgen wird das Nutzungsrecht zwischen beiden Parteien nach Anfrage und Einigung festgelegt und vergütet.

Wie ist das nun genau bei digitalen Artikeln?

Hast du nun Clip Arts, Kunstposter oder Schnittmuster-Ebooks als digitalen Artikel bei Etsy oder einer ähnlichen Plattform als Verkaufsangebot, so besitzt auch du zunächst das Urheberrecht an deinen Artikeln, ganz klar!

Deine digitalen Artikel verkaufst du idealerweise zu Hunderten, immer wieder als Kopie. Deswegen legst du von Anfang an, gleich bei Shopeinrichtung, in deinen AGBs deine Nutzungsbedingungen fest. Du kannst zum Beispiel kein exklusives Nutzungsrecht festlegen, wenn dein Artikel von sehr vielen Käufern gleichzeitig erworben und genutzt wird. Wohl aber kannst du einen Artikel mit exklusivem Nutzungsrecht zu einem dann deutlich höherem Preis anbieten. Diesen musst du nach Kauf aber aus dem Shop nehmen, logisch.

Du selbst legst also deine Nutzungsrechte genau fest und diese dürfen selbstverständlich nicht missbraucht werden.


Was wenn es doch passiert und wie kannst du dich schützen?

Wenn du deine Zeichnung, dein Design, deine Vorlage irgendwo wiederentdeckst, ganz klar, dann ist das nicht rechtens. Erst recht nicht, wenn sie 1:1 wiederverkauft wird. Nogo!

Etwas schwieriger ist es, unerlaubte Nutzungen zu entziffern. Beispielsweise vergebe ich in meinem Etsy Shop eine normale Lizenz für Kunstprints bis zu 2500 Stück. Da ist es etwas schwierig, ganz genau festzustellen, wie viel jemand tatsächlich gedruckt und verkauft hat.

Sollte ich mein Design aber auf einem Shop entdecken, der fünfstellige Verkäufe hat, dann behalte ich ihn im Auge. Denn für eine solch erweiterte Nutzung muss er eine "Extended License" erwerben.


Was du tun kannst

Erstmal ruhig Blut! Speziell die Community bei Etsy ist eine sehr freundliche. Davon solltest du ausgehen.

Ich habe eher oft den umgekehrten Fall, daß Leute mich anschreiben, ob sie meine Clip Arts in dieser oder jener Weise nutzen können. Nette Community, denk dran!

AGBs sind lang, die wenigsten lesen sie sich die GANZ GENAU durch. Bei Etsy legt jeder seine AGBs selbst fest. Viel Lesearbeit und Konfusion! Bei "Creative Market" beispielsweise vergibt die Plattform zwei unterschiedliche Lizenzen, "Standard" und "Extended".


Das kannst du tun, um nicht ausgenutzt oder bestohlen zu werden:

  1. Sei unverwechselbar! Klau selber nicht, sei nicht zu stark "inspiriert". Mach dein eigenes Ding, hör auf dein Künstlerherz und gleichzeitig auf die Kunden. Wenn du abgeschaute ähnliche Designs machst, ist es schwer jemanden wegen Ideenklau zu behelligen.
  2. Lege die Nutzung klar in deinen AGBs fest. Machs nicht zu kompliziert! Du selbst kannst ganz genau bestimmen wer dein Design wie benutzen kann. Sei dem Käufer gegenüber offen und vermittle ihm, daß er dich jederzeit kontaktieren kann.
  3. Du kannst deine Designs gelegentlich mit der Google Bildersuche überprüfen.
  4. Wenn du tatsächlich eine falsche Nutzung entdeckst, kontaktiere  zuerst den Verkäufer. Nochmal, die  Craft-Community ist eine sehr offene, ich kann mir vorstellen, daß es schnell persönlich geregelt werden kann.
  5. Falls das nichts bringt, wende dich direkt an Etsy. Sie haben eine Policy dafür.
  6. Überlege dir Nutzen und Aufwand. Ganz ehrlich, wenn du eine Woche Wut damit verschwendest, und nichts erreichen kannst, let it be. Der Käufer selbst weiss nun, daß es nicht rechtens ist und muss seinerseits damit klarkommen. Wird er happy sein? Wahrscheinlich nicht.
  7. Anders ist es wenn dich große Konzerne oder Portale dich abzocken, wie zb, bei Tuesday Bassen. Remember? Das. Geht.Nicht.
  8.  Erst der allerletzte Weg sollte der über den Rechtsanwalt sein. Wenn nötig, dann ja. Klauen und damit Geld machen ist kein Kavaliersdelikt und hat in der Künstlerszene nichts zu suchen.

Wie gehst du mit dem Thema um? Hattest du schon einen Fall von Urheberrechtsverletzung?

Wenn du selbst mit dem Gedanken spielst, auch ein Digitaler Designer zu werden und Extraeinkommen, das skalierbar ist, mit deiner Kunst zu verdienen, dann melde dich in meiner Infoliste an.

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*Dieser Artikel entstand basierend auf meinen Erfahrungen und nach bestem Wissen und Gewissen. Er kann eine rechtliche Beratung nicht ersetzen.