Was du in deinen Newsletter schreiben sollst, daß er gelesen wird

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Was du in deinen Newsletter schreiben sollst, daß er gelesen wird

Es gibt unzählige Blogartikel, Tutorials und Kurse, wie man Newsletterabonnenten gewinnt, die eigene Liste aufbaut. Aber was dann?? WAS schreibst du den Leuten, die nun warten?

Vielleicht fragst du dich: "Äh, wie meint Astrid das - was dann?"

Ich frage mich manchmal bei all den Listbuilding - Strategien? Wo sind die Millionen Ratschläge und Anleitungen, was genau du in diesen Newsletter schreiben sollst. Wie oft? Und warum überhaupt? Darum geht's heute, hol dir besser 'nen kleinen Snack.

Kommt dir dieser Gedanke nicht auch öfter, ganz besonders, wenn du deinen Newsletter bereits am Wickel hast? "Was soll ich heute in dieses Ding reinschreiben? Mit fällt nüscht ein! Wer soll das alles überhaupt lesen? Wer bin ich überhaupt. Ahhhh!?" 

Wenn du mich nach der EINEN Sache in meinem Lieblingsbusiness fragst, die mir dauerhaft und immer Spaß macht, dann ist es meinen Newsletter zu schreiben.

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Natürlich platziere ich meine Angebote, mal hier, mal da. Denn ich habe ein Business. 

Zum Glück ist er für mein Inneres so viel mehr. Er ist pure Kreativität. Der Ort an dem ich mich wohl fühle, die Gedanken fliessen lassen kann und ich neues erschaffe. Für dich.

DU bist das Stichwort. Denn warum blogge ich dann nicht so viel und regelmäßig, wie ich digitale Post verschicke? Weil ich dich spüre, weil ich sehe, daß der Newsletter heute in real life geöffnet und gelesen wird. Ich bekomme liebe Emails zurück, jedesmal. Das Ding lebt und pulsiert.

Die Kontakte auf Social Media gehören nicht dir. 

Du hast Follower auf Social Media? Und sogar deutlich mehr als Newsletterabonnenten? Du postest regelmäßig coolen Inhalt und hast ganz guten Austausch?
Hast du darüber schonmal nachgedacht? Facebook, Instagram und Cowerden vielleicht nicht von heute auf morgen dicht machen (Dawanda, Baby, Dawanda!). Die potentielle Möglichkeit besteht jedoch täglich. Du spielst immer nach den Regeln der Großen. Nur 6-8% deiner Beiträge werden den Menschen angezeigt, die deine Seite gelikt haben. Diesen Newsletter öffnen circa 70%. Wow.

Ich tobe mich auf Instagram, Facebook & Pinterest aus wie du, meine Emailliste kann mir niemand nehmen. Selbst wenn Convertkit dicht macht, ist es nur ein einzelner Klick, um alle Emailkontakte zu exportieren.


Einen Newsletter zu schreiben ist herrlich entschleunigt

Ja, ich weiß, Emails können als Flut täglich in dein Postfach spülen. Ehrlich, das liegt aber eher an dir, als an denen, die sie verschicken, oder? ;) Es gilt Ordnung zu halten, Zero Inbox sollte wirklich Pflicht für uns alle werden. Ich mach ja auch fast täglich Zero Spülmaschine, Zero Wäschekorb und Zero Brotkrümel auf dem Tisch. Das lasse ich doch auch nicht auflaufen. Nie, großer Indianerschwur! ;)

Wird deine Email geöffnet und auch überflogen oder gar ganz durchgelesen, so geschieht das nicht in einem Umfeld von 4 anderen Beiträgen, 6 Werbeanzeigen, Benachrichtigungen, die gesehen werden wollen und Freunden, die dir als Online angezeigt werden. Deine Email liest man so ziemlich Full Screen, ob auf dem Rechner oder Handy.

Newsletter sind zeitlos. Es sind Briefe. Sie sind oldschool. Sie sind persönlich. Sie sind slow. Sie sind beständig.

Ok, got it! "Was soll ich denn da jetzt reinschreiben, Astrid?"
Das was du da reintippst, muss mit deiner Absicht zu tun haben. Ich gehe davon aus, dass du eine Business betreibst, in dem deine (zukünftigen) Kunden, dir am Herzen liegen. Ich erwähnte ja bereits, daß unsere Absicht in dem Fall Verbindung und Vertrauen ist. Der positive Nebeneffekt ist der Verkauf.

Ok, Verbindung und Vertrauen IN KOMBINATION mit deinen Businessinhalten und Angeboten. Dein Newsletter funktioniert also nicht für dein Geschäft, wenn du nur schöne Berichte und sinnvolle Gedanken verschickst. Er funktioniert genauso wenig, wenn du einzig über dein Angebot berichtest.

Trotzdem habe ich gute News für dich. Jeder darf einen Newsletter schreiben. Das Wort hört sich immer so werblich und spammy an. Im Grunde ist es doch nur ein Brief in digitaler Form an dich. 
Es kann also alles drinstehen, whatever da drinstehen kann uns soll. Der erste Intention ist also der Newsletter aus Fun. Einfach schreiben. Auch wenn er für Umsätze auf lange Dauer nicht nachhaltig ist, ist er ein super Start um anzufangen! Who ist stopping you?

Du könntest regelmäßig verschicken:

  • Rezensionen über deine Lieblingsbücher

  • Tagebuchschnipsel

  • Gedanken über das Leben

  • Gedichte

  • Zitate

  • Behind the scenes

  • Neues von deinen aktuellen Projekten

  • Illustrationen

  • Motivation

  • ein Tutorial

  • ein Rezept

  • Fotos

  • Ressourcen

  • Materialtipps

  • Vergleich

  • Illustrationen

  • Reiseberichte

  • ein handgeschriebner eingescannter Brief

  • eine Mischung aus allem :)

Der Businessletter


Soll dein Newsletter DAS Tool für dein Business sein oder werden, gilt eine 90/10 Regel. 90% etwas Interessantes, was dein Herz und das das deiner Leser erleuchtet (aka Mehrwert, aber das Wort bringt mich zum gähnen. Und es macht uns so einen Druck. Was wertvolles, was um Gottes ist denn wertvoll? Mir fällt nüscht ein!)

Ich weiß, die Angst vorm weißen Blatt und so. Der blinkende Cursor, der zappelt und mahnt, daß man doch nun endlich was geistreiches auf den Bildschirm bringt. Andere schaffen das doch auch!

Weißt du was? Manchmal geht mir das auch so, selbst WENN ich weiß, was ich an diesem Tag sagen möchte. Ich hab unheimlich viel zu sagen, aber wenn ich den Mund aufmache, kommt kein Ton raus, Blackout. Im übrigen: das ist normal, das ist Teil der Kreativität.

Was dir hilft ist ein kleiner Plan, eine Struktur, an der du dich jedesmal orientierst. Setze dir einen monatlichen Newsletter in deine Planung und lege dir vorher schon ein Thema fest, siehe Liste etwas weiter oben. Was könntest du nun speziell aus deinem Angebot damit verweben? 


Nun geht es ans Einjemachte - die Blöcke, die deine Nerven beruhigen

Nehmen wir an, du möchtest deinen Onlinekurs zu Handlettering verkaufen. Du pickst dir also einen Rahmen (wieder siehe Liste) und wählst beispielsweise für den Juli ein Tutorial über Sommerzitate (OMG, wie clever hast du das mit dem Sommer verbunden?) Ok, Lady! Das steht nun als Plan auf deinem Zettel. Du bist nun schon meilenweit vom weißen Blatt entfernt, stüüüüüüüümmt's?

Ich gebe dir einfach mal Blöcke, die du beim Newsletter schreiben verwenden kannst, um sie "nur noch" zu füllen. Wir bleiben beim Beispiel Handlettering Kurs verkaufen, einverstanden?

1. Was dich aktuell bewegt und im weiten Sinne mit deinem Thema zu tun hat. 

(Es ist so heiss, die Kinder haben Ferien, du wünschst dir etwas weniger Trubel, um mehr Lettern zu können. Wie du es schaffst, dir deinen täglichen white space zu blocken)

2. Das (kurze) Tutorial für das Sommerzitat

(Keep it simple. Sooooviel Zeit für deinen echt coolen Newsletter haben dann doch eher die wenigsten. Ein Tutorial im Newsletter sollte in maximal 3 bebilderten Schritten umzusetzen sein. Besser ist sogar noch ein kurzes Video. Die macht Laune!) 

3. Dein aktuelles Projekt an dem du arbeitest.

(Du arbeitest grade am dritten Modul deines bald erscheinenden Onlinekurses. Du bist im Flow, weil es um Glitzerfarbe geht Und du liebst Glitzer über alles! Nur du bist dir über die Farben nicht so sicher und möchtest den Leser nach der Meinung fragen - Link zu einer kleinen Umfrage) 

Hier schleicht sich die 10% Werbung ein, die wahrgenommen, aber als positiv eingestuft wird. Denn du gibst Info über dein Angebot, lädst ein, mitzugestalten, dabei zu sein. Hast aber (noch) keinen Verkaufslink oder gar Preis zu stehen.

4. Das reicht! Gut is. Verabschiede dich, lasse den Leser wissen, was heut noch ansteht.

Und hier noch der Tipp of the Tipps: Die MEISTEN Menschen scrollen ganz nach unten ins P.S. Ich auch, klar. Du auch, stimmt's? Es ist lustig, als würden wir dort eine Botschaft erwarten, die den gesamten vorherigen Text zusammenfasst. Oder etwas lustiges, oder persönliches. Dann nutz das auch so! 

Das P.S. solltest du bitte dazu nutzen, den Leser sanft daran zu erinnern, was das eigentliche Ziel deines gesamten Newsletters ist. HWenn du also den Handlettering Kurs planst, gibst du hier nichtmal die Erinnerung an deine kleine Umfrage. Verschenke das P.S. also nicht, es ist machtvoll!

Wie sieht’s mit deinem Newsletter aus? Fällt dir das Schreiben leicht?